Hallo Jens! Du. Dein Blog. Äh. Wir fangen mit Dir an. Erzählst Du was über Dich?
Ich bin in dem Jahr geboren als Fritz Lang starb. [Das muss jetzt jeder selber wikipedia´n. Aber so viel sei gesagt: der Typ kokettiert. So alt isser gar nich.] Ich habe erst eine Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel gemacht und dann auf dem zweiten Bildungsweg mein Abitur nachgeholt. Über ein paar Umwege kam ich zur Soziologie. Zur Zeit studiere ich Soziologie im Masterstudiengang an der Universität in Bremen.
So, jetzt Dein Blog. Wie heißt das und seit wann gibts das?
Mein Blog heißt „Soziobloge“. Es exisitiert seit 2008.
Mit welchen Themen beschäftigst Du Dich in Deinem Blog?
Thematisch werden die Felder Soziologie, Politik und Medien behandelt. Bleibt aber im Blickwinkel soziologisch. Zur Zeit ist meine Forschungsarbeit das Hauptthema. Da geht es um den Zweiten Bildungsweg. [Erwähnen sollte man an dieser Stelle mal die Kategorie "Theorien". Da les ich gerne rum.]
Was war die Inititialzündung für Dich um mit dem Schreiben eines Blogs zu beginnen bzw. überhaupt virtuell aktiv zu werden?
Das war eigentlich die Erfahrung des Internets generell. Wobei ich schon zu C64 Zeiten von einem Modem/Akustikkoppler geträumt habe. Leider waren die für mich einfach unerschwinglich. 1996 habe ich zum ersten Mal Kontakt mit dem Internet gehabt. Das war für alle neu und faszinierend. Zuerst hatte ich nur auf der Arbeit einen Zugang. Ein Jahr später lieh mir ein Freund sein altes 14.4Kbit Modem und es ging auch privat los. Ich habe dann sofort angefangen HTML zu lernen und meine erste Homepage ins Netz gestellt. Da habe ich dann auch eigene Texte veröffentlicht. Sozusagen ein Blog ohne CMS, RSS Feed und Kommentarfunktion. Ein richtiges Blog hab ich dann erst später angefangen. Muss so um 2005/06 gewesen sein. Einfach mal zum testen.
Mein Wissenschaftsblog habe ich eigentlich angefangen, weil ich nicht länger Hausarbeiten für die Schublade produzieren wollte. Also habe ich mir einen Namen überlegt und als erstes meine Hausarbeiten in dem Blog veröffentlicht. Inzwischen ist es aber mehr geworden als ein reiner Publikationskanal.
Aus welchen Gründen hat sich das Bloggen bei Dir zu einer regelmäßigen Tätigkeit entwickelt?
Nun, so lange ich noch meine was zu sagen zu haben, werde ich auch weiterhin regelmäßig bloggen. Es ist für mich einfach eine sinnvolle Art der Kommunikation. Ich probiere ja gerne neue Dinge aus und hätte ich den Eindruck gehabt, das bringt mir nichts, hätte ich auch schon längst aufgehört. Ich bin sehr experimentierfreudig, aber auch sehr kritisch, gerade was Hypes im Internet angeht.
Wo bist Du im Social Web überall unterwegs?
Ich nutze Facebook, Studivz, Twitter, Xing, Youtube und Myspace. Jeweils für unterschiedliche Bereiche. Und natürlich meine Blogs: Mein Wissenschaftsblog www.soziobloge.net, mein Musikprojekt www.watchinginsilence.de und mein Musikblog Blog.bandforum.de.
Welche Bedeutung hat das Internet für Dich im Alltag und im Studium?
Das Internet ist ja eigentlich unverzichtbar geworden. Man kann wunderbar über große Distanzen Kontakte erhalten. Schon praktisch nach einem Umzug in einer andere Stadt. Im Studium kommt man natürlich kaum drum rum. Das fängt bei der Literatursuche im Online-Katalog Bibliothek an und zieht sich durch alle Tätigkeiten der Kommunikation und Informationssuche.
Welchen Einfluss haben die Existenz und die Nutzung des Internet auf Deine persönliche Entwicklung? Nimmst Du Virtualität als Teil Deiner sozialen Realität und der Wirklichkeit wahr?
Ja, es gibt für mich kaum noch einen Unterschied zwischen Virtualität und Realität. Wobei ich das noch gut auseinander halten kann. Ich glaube auch, dass es da einen großen Unterschied gibt. Bei gewissen Sachen, gerade im persönlichen Bereich mach ich da teilweise auch große Unterschiede. Aber ich habe das Internet so gut integriert, dass es ein Teil meines täglichen Lebens geworden ist. Die Beobachtung mache ich auch immer öfter bei anderen. Am Anfang waren die Vorbehalte ja riesig und wer sich im Internet auskannte war schon etwas „anders“. Aber zumindest in meinem akademischen Umfeld gibt’s ja kaum jemanden, der nicht das Internet auch abseits von Google und Email nutzt.
Welche Blogs magst Du sonst gerne?
www.denkschaufenster.de und www.wissenslogs.de/wblogs/blog/sprachlog.
Dankeschön für das Gespräch!
Foto: Scott Beale / Laughing Squid






