The State of The Internet
JESS3 / The State of The Internet by Jesse Thomas
JESS3 / The State of The Internet by Jesse Thomas
Das Netz als Ökosystem am Beispiel von Flickr: Das “Flickr User Model, Version 0.3″ (via Dynamic Diagrams).
Hallo Welt?! Gibt es noch andere Blogger an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster? Oder sind wir die alleinigen Blogger der WWU in den Weiten des Internet? Glauben wir kaum …
Sollten wir nicht alleine sein, dann meldet Euch bitte! Wir suchen Leute, die ihre wissenschaftlichen Ideen, Themen oder Projekte in Blogs veröffentlichen. Dabei spielt es keine Rolle ob Professor oder Student, Thema der Doktorarbeit oder nur allgemeines Interesse an einer Thematik und (ganz wichtig) egal welche Fachrichtung. Ganz gleich ob über Niklas Luhmann, Pi, Evolution, Weimarer Republik oder die Superstringtheorie gebloggt wird.
Es wird viel über Lehre und Web 2.0 geredet, deshalb ist unsere Frage, wer nutzt diese Technik (insbesondere Blogs) für sich und seine Arbeit tatsächlich. Wir würden gerne wissenschaftliche Blogs an der WWU porträtieren (ähnlich unserer Bloggerviews) und ein Verzeichnis von den “WWU”-Blogs erstellen.
Meldet Euch! Einfach in den Kommentar schreiben oder Mail an uns: internetgesellschaft@googlemail.com.

Anna Wassum ist Soziologin und hat ihre Abschlussarbeit über prekäre Einkommes- und Lebensverhältnisse unter Jungakademikern verfasst. Herzlichen Dank für diesen Artikel!
Über weitere Beiträge von Gastautoren würden Thies und ich uns ungemein freuen. Themen könnten, wie hier, Meinungen zur Publikationen sein, internetbezogene Studien und Analysen, interessante Weblinks oder beispielsweise Kommentare zur aktuellen Internetpolitik… Sprecht uns einfach an und schickt uns Euer Material!
Neulich hat Karoline, eine der beiden Macher dieses engagierten Blogs und meine ehemalige Kommilitonin, mich gefragt, ob ich nicht Lust habe, mir noch einmal das 2006 erschienene und zumindest in internetaffinen Kreisen vielbeachtete Buch „Wir nennen es Arbeit. Die digitale Bohème oder Intelligentes Leben jenseits der Festanstellung“ von Holm Friebe und Sascha Lobo vorzunehmen und den dort gezeichneten Lebensentwurf abzuklopfen auf seine Anwendbarkeit im Kontext der aktuellen Wirtschaftslage und die mehr als diffizile Arbeitsmarktlage für Jungakademiker. Der vorliegende Text ist meine Entsprechung dieser Bitte, der ich als „Betroffene“, also als frisch graduierte und arbeitsuchende Uniabsolventin, umso lieber nachgekommen bin, als dass mir die Proklamation der Internet basierten Kreativarbeit ohne strukturelle Sicherheit als die einzig legitime, weil der persönlichen Freiheit nicht im Wege stehende Form von Arbeit schon häufiger Bauchschmerzen bereitet hat.
„Digitale Bohème“ ist der von Friebe und Lobo erfundene Begriff für jene, die dem klassischen Büroalltag mit all dem dieser Arbeitsform immanenten Frustpotenzial in Form von unbefriedigenden Hierachieaufteilungen und kollegialen Befindlichkeiten den Rücken gekehrt haben und sich ihr Einkommen lieber frei und mit Arbeit erwirtschaften, die ihnen Broterwerb und Hobby zugleich ist. (weiterlesen…)
Mit simplen Mittel erklären die Macher von “Common Craft” in netten 3-minütigen Videos die Welt, u.a. auch wichtige Begriffe und Dienste des Web 2.0.
Blogs in Plain English
Malte Müller (Jahrgang 1982) lebt und arbeitet in Hamburg und ist die treibende Kraft hinter dem Art & Design-Blog electricgecko.de.
Hej, danke dass Du Dir Zeit für uns nimmst! Wie heißt Du und unter welchem Pseudonym agierst Du online? Ich bin Malte, guten Tag. Mein Nom de Guerre im Web ist electricgecko, nach meiner persönlichen Website.
Wie heißt die Seite und seit wann existiert sie? Mein Blog heißt wie seine Adresse, electricgecko.de. Den gibt es seit 2004, in wechselnden Formaten und mit verschiedenen inhaltlichen Konzepten. Urspünglich war die Website gleichzeitig mein Portfolio und hat sich inhaltlich zwischen persönlichem Zeug, Gestaltung und Musik bewegt. Inzwischen habe ich weniger Zeit zum Bloggen und habe die persönlichen Posts reduziert. Design, Fotografie und Musik sind die wichtigsten Themen. Populäre Kultur .
Was war die Inititialzündung für Dich um mit dem Schreiben eines Blogs zu beginnen bzw. überhaupt virtuell aktiv zu werden? Für mich war das relativ selbstverständlich, da ich mehr oder weniger seit meinem ersten Kontakt mit dem Web verstehen wollte, wie das funktioniert.
Wann war das? 1995, in einem Uni-Institut, das bereits eine Standleitung hatte. Ich konnte zu dem Zeitpunkt einige einfache Programmiersprachen und wollte sehen, wie das im Web läuft. Als ich 1996 mein erstes 14,4-Modem bekommen habe, war ich sehr von der Verbindungsgeschwindigkeit enttäuscht. Als ich meinen eigenen Zugang hatte, habe ich mit dem Netscape Composer meine erste Website zusammengebaut. Insofern habe ich das Web eigentlich direkt als Publikationskanal, nie als passives Medium verstanden. (weiterlesen…)
Gerade eine interessante Masterarbeit im Netz entdeckt. Tamara Bianco untersucht in ihrer Arbeit “Bloggen – Pflichtübung oder Passion?” Blogger und ihre Weblogs, genauer “knowledge blogs”. Die Autorin zum Inhalt:
“Wer sich mit dem Web 2.0 beschäftigt, kommt nicht umhin, sich mit den so genannten Weblogs auseinander zu setzen. Weblogs werden gemeinhin als Tagebücher verstanden, in denen der Autor seinen Alltag verarbeitet. In der vorliegenden Masterarbeit wird der Fokus auf „Knowledge Blogs“ – Weblogs von Wissensarbeitern – gelegt. [...] Die theoretische Perspektive des Arbeitsberichts wird dabei um eine eigene empirische Studie, exemplarisch durchgeführt mit und an Wissenschaftlern, erweitert. Dabei gilt es herauszufinden, wie das Selbstverständnis des Bloggens bei Personen aus dem Wissenschaftsbetrieb ist, wenn es heißt: Bloggen – Pflichtübung oder Passion?” (Quelle)
Die Autorin bloggt natürlich auch selbst.
>> Zweite Demonstration “Freiheit statt Angst” in Berlin für den 12. September 2009 geplant (siehe auch: “Demo “Freiheit statt Angst” braucht Deine Mithilfe” / Zur Resonanz in 2008: “Grösste Demonstration für Datenschutz in Deutschland”). Via netzpolitik.org.
>> Dr. Christoph Bieber: Die Zensursula-Debatte und ihre Folgen in acht Punkten. Via politik-digital.de
>> Stefan Tornik: Internetsperren – Wut über die Zensurmullahs. Via faz.net.
>> Heute Abstimmung über Internetsperre im Bundesrat. Dazu Volker H. Davids auf Blog Kommunikation.
>> Thomas Vitzthum: Im Internet sind deutsche Politiker um Jahre zurück. Via welt.de.
>> Jürgen Vielmeier über Social Media in Deutschland. Via FreshZweiNull. Dort ebenfalls zu finden: Identifikation iranischer Demonstranten über Facebook.
>> Hörenswert! Radio Trackback. Wöchentliche Sendung bei FRITZ über Netzkultur, Blogs und Podcasts. Themen diese Woche: Wissenschaftsurheberrecht, Quantencomputer, Burda.
>> Twitter plant Kooperation mit StudiVZ. Via netzwertig.com.
Das Internet ist ein endloser Raum, in dem man bei der Menge des Angebots an Information und Meinungen auch ganz schick mal den Überblick verlieren kann. Vor allem die Blogosphäre ist extrem unübersichtlich und es ist nicht leicht im Gewimmel der Berichte über Meerschweinchen und den letzten Mallorca-Urlaub am Ballermann die wirklich interessanten Blogs zu finden. Außer den paar Blogs, in denen Netzberühmtheiten ihre Meinung zum Besten geben, gibt es so einige wirklich lesenswerte, die sich still und heimlich in mein Herz geschlichen haben, deren Feeds ich abonniert habe und in denen ich nicht nur bei neuen Posts immer wieder gerne schmöker. Thies und ich gehen in den nächsten Wochen auf die Jagd nach gut gemachten Blogs und ihren Machern: in der Rubrik “Bloggerview” wollen wir die Menschen hinter den Blogs, die wir mögen, vorstellen.
Da diese Woche ja ohnehin schon im Zeichen der Musik steht – wir haben Ingo Knollmann von den Donots interviewt, momentan findet das Vainstream Rockfest hinter der Halle Münsterland statt – machen wir doch genau da weiter und fragen nach bei Dani alias yakyak (Jahrgang 1981) von “Reling sichern”. Dani ist die Seele des besten Konzertclubs Deutschlands, dem Gleis 22, und eine Heldin der Münsteraner Musikszene.
Hallo Dani! Danke, dass Du Zeit für uns hast. Wie heißt Dein Blog und seit wann existiert er?
„Reling Sichern“ -> http://www.stayindiedontbeahater.blogspot.com /// lange Adresse und interessanter Name, aber sie bedeuten mir beide sehr viel. In dieser Form existiert mein Blog erst seit Anfang 2009. Ich hatte vorher schon Blogs. Die Themen dort waren eine Mischung aus persönlichen Abenteuern, Plattenkritiken und sonstigen Stories. Nun geht es eigentlich nur noch um Musik bzw. Popkultur. Eine Story bei “Reling sichern” wurde zum Thema „The Mighty Boosh“ verfasst. Eine britische TV Serie, sonst ist es bisher ein reines Musikblog.
Mit welchen Themen beschäftigst Du Dich in Deinem Blog?
Musik. Tourankündigungen. Plattenrezensionen. Abfeiern eigener Lieblingskünstler, Lieblingslieder, Konzerte. Alles rund um Musik, die mich beschäftigt. Ich kann leider nicht ohne. Irgendwo muss ich meine Energie ja rausziehen. Ohne Musik geht leider gar nichts.
Was war die Inititialzündung für Dich um mit dem Schreiben eines Blogs zu beginnen bzw. überhaupt virtuell aktiv zu werden?
Virtuell aktiv zu werden bietet die Möglichkeit, sich schnell vielen mitzuteilen. Printpresse ist mir in der heutigen Zeit, vor allem seit Twitter, viel zu langsam. Eine Initialzündung gab es nicht. Ich blogge generell nur über Themen, die mir selbst wichtig sind (war ein Konzert besonders herausragend oder haut mich eine Platte um oder entdecke ich irgendeinen Lieblingssong wieder oder regt mich irgendwas besonders auf). Ich nenne das Herzblut. Ich bin eh ein sehr emotionaler Mensch und habe einfach oft ein großes Mitteilungsbedürfnis, wenn ich etwas entdeckt habe. Bloggen ist da einfacher, als alle anzurufen. Als Westfälin liegt mir das Telefonieren eh nicht so. Schreiben geht schneller und ist nicht so anstrengend (lacht). Die Menschen in Westfalen sind sonderbar wurde mir gesagt. Ich fühle mich hier aber wohl. (weiterlesen…)
Neulich nachts bin ich beim Zappen bei “Tracks” auf ARTE zufällig über einen Beitrag über Pokémones gestolpert. Huh!? Pokémon? Das ist doch so ein kleines flauschiges Tierchen mit ausbaufähigen asiatischen Kampftalenten, oder nicht? Nö. Pokémones sind, auch wenn sie eher außerirdisch aussehen, menschliche Anhänger einer chilenischen Subkultur. Rein äußerlich ähneln sie den europäischen Emos, im Extremfall auch mal einer fleischgewordenen Mangafigur. (weiterlesen…)