Die Autoren

Wir über uns …

Thies

web-blogbilder-044-kleinMein erster Kontakt mit dem Medium “Internet” fand mit dem Beginn meines Soziologie-Studiums Mitte der 90er Jahre statt. Ein Freund erzählte mir, dass man eine E-Mail-Adresse über das Universitätsrechenzentrum (ZIV Münster) bekommen kann. E-Mail? Weltweite Kommunikation? Hörte sich interessant an. Dann wurden mir erste Schritte gezeigt … kryptische Unix-Befehle, die ich als ehemaliger C64 und Amiga-Nutzer natürlich nicht kannte. Aber es gab auch ein Programm, damit schien vieles einfacher zu sein: „Mosaic“, ein Webbrowser. Mit diesem Browser konnte ich plötzlich ganz einfach weltweit Daten abrufen, mir per Webcam Kaffeemaschinen angucken oder mir Star Trek-Bilder für meinen Bildschirmhintergrund downloaden. Zeitgleich wurden in Münster am Institut für Soziologie (WWU Münster) auch die ersten Seminare zum Thema “Internet” angeboten. Prof.  H. J. Krysmanski und PD Dr.  R. Rilling vermittelten die Möglichkeiten, die sich mit dem Internet boten und wiesen auf die Chancen und Gefahren hin, die für den Einzelnen und die Gesellschaft bestanden. Ende der 90er Jahre wurde ich als HiWi der Webmaster/Online-Redakteur des Instituts und erlebte somit die rasante technische Entwicklung auch von der praktischen Seite her (erst wurde alles noch per Hand am HTML-Code gebastelt, später wurde auf ein CMS umgestiegen). Der bis dahin vorläufige Höhepunkt im Interesse für das Internet gipfelte 2001 in meiner Magisterarbeit mit dem Titel „Aspekte der Evaluation wissenschaftlicher Webseiten“, in der ich u.a. die Problematik von Darstellung von Wissen im Internet aufführte und einen kleine Evaluationsfragebogen entwickelte, wie der User sicherstellen kann, dass er eine vertrauenswürdige Website/Quelle nutzt.
Die Internet-Blase platzte und ich wendete mich (eher zufällig) neuen Bereichen zu: Mein Hauptinteresse meiner wissenschaftlichen Arbeit galt nun Film und Fernsehen (s. Seminare). Aber das Interesse für das Internet verschwand nie aus meinem Hinterkopf, so dass es mir leicht fiel Thomas für seine Idee einer Ringvorlesung zum Thema Internet zuzusagen. Und so organisierten wir gemeinsam die Ringvorlesung „Internet Gesellschaft. Wie verändert das Internet unser Leben?“ und alles nahm seinen Lauf …
Im Netz entspanne ich mich bei den Fünf Filmfreunden oder den Flimmerfreunden (ehemals Ohrensessel). Außerdem aktiv im Netz auf meiner persönlichen Seite: www.thies-albers.de. Im Web 2.0 bin ich bei Facebook und Xing zu finden.

Karoline

web-blogbilder-071-kleinUnser Rechner stand damals bei Papa im Büro hinter der Küche. Dort entdeckte ich im zarten Alter von 18 Jahren das Internet als Tor zur großen weiten Welt kurz vor dem Höhepunkt der ersten Dotcomblase. Der erste graphische Browser war gerade mal 5 Jahre alt, jede Graphik brauchte ewig um sich aufzubauen, IMs waren noch nicht erfunden, dafür aber Bulletin Boards und Chatrooms ganz große Nummern. Ich trieb mich nerdmässig auf so lustigen Seiten wie rotten.com (ganz fiese Bilder und die Seite gibt es immer noch!! Jugendschutz wird im Netz wohl niemals greifen. Glück oder Unglück? Das sei mal dahin gestellt.) und pathwaytodarkness.com rum und verbesserte so auch mal ganz nebenbei mein Englisch und lernte jede Menge Slang. Das Ganze natürlich nachts zwischen 2 und 5, damit meine Eltern nicht merkten, dass ich es war, der unsere Telefonrechnung in ungeahnte Höhen trieb.

Ich hatte zu dem Zeitpunkt weder eine Emailadresse noch die geringste Ahnung von dem, was ich eigentlich online tat und stolpere noch heute über Anekdoten aus jener Zeit, in der ich mit meinen persönlichen Daten relativ inflationär umging. Ich bin mir nicht sicher, ob es meine zukünftigen Arbeitgeber zu interessieren hat, dass ich als Illa Tengrooten, die Jähzornige, im Land der Häuptlinge mehrmals ganz Ostfriesland unterworfen habe und beruhige mich im Zweifelsfalle damit, dass das nur für mein strategisches und analytisches Denken spricht.

Zu Beginn meines Studiums hatte ich mich zum klassischen User entwickelt: Keine Ahnung von dem, was hinter den schönen bunten Bildern passierte, aber ansonsten digital ein Hans Dampf in allen Gassen. Raubkopieren, Brennen, Streamen – alles kein Problem für mich. Meine 15 GB große Musiksammlung hat alle wahnsinnig beeindruckt. Mit Codes und den Grundlagen des Programmierens bin ich erstmals in Berührung gekommen, als ich während eines Praktikums bei einem Plattenlabel eine Myspace Seite für eine Band „aufhübschen“ sollte. Damals lief die Seite noch in HTML und per copy/paste konnte man schon einiges nett und bunt zusammenbasteln. Außerdem eröffnete sich mir nach der Welt der Spielecommunities mit Myspace und Facebook auch die des reinen Socializens und mein wissenschaftliches Interesse für Virtual Communities war endlich geweckt.

Die Frage danach, ob Onlinecommunities denn nun echte Gemeinschaften oder doch nur Gruppen und Netzwerke sind, habe ich dann in meiner Magisterarbeit “Virtual Community – Gruppe, Netzwerk oder Gemeinschaft?” behandelt. Glücklicherweise ist damit das Thema Internet, die ihm eigenen Anwendungen und seine Auswirkungen auf Mensch und Gesellschaft noch nicht erschöpfend analysiert worden – ein Haufen spannender Phänomene wartet noch darauf, untersucht zu werden! Genau damit habe ich lürzlich angefangen. Seit Oktober 2009 bin ich Mitglied der Graduate School of Sociology (GRASS) der WWU Münster und schreibe an meiner Dissertation zum Thema Subjektwerdung unter dem Einfluss von Cyberspace und digitalisierten Umwelten.

Anders als Thies habe ich momentan keine eigene Homepage – als Blogger bin ich dennoch aktiv. Die Inhalte meines persönlichen Blogs sind aber tatsächlich nur für Freunde und Familie bestimmt und werden von daher hier mal außen vor gelassen. In der Blogossphäre oder, wie man so schön in neu-denglisch sagt, der Blogipelago (wer sie findet bekommt ein Cookie. Back ich selbst) treibe ich mich am liebsten in den Blogs verschiedener TV-Magazine wie neues oder Polylux herum – wer sich das mal ansehen will, checkt am besten die Links in unserer Blogroll. Außer Xing nutze ich außerdem begeistert jedes denkbare Social Networking Tool, dass derzeit zur Verfügung steht. Wer Lust hat kann ja versuchen mich zu finden und mein “Freund” werden.