Archive for the ‘Wissenschaftliche Arbeiten’ Category

It´s all about Paranoia oder Die Geburt des Internets

Lang, informativ und zitierfähig: “Die Geburt des Internets” von James Gillies und Robert Calliau bei mediaculture-online.de. Kurz, knapp und informativ: Die Kurzdoku “Die Gebut des Internets”. JA, ein Video, Ihr faulen kleinen Schweinchen.

Posted by Karoline Frohlinde on April 3rd, 2010 No Comments

Diplomarbeit: “Instant-Online-Communities” von Jan Milz

Habe gerade eine spannende Abschlussarbeit von einem Informatiker gefunden! Jan Milz hat in Hamburg am Department Informatik studiert. Betreut wurde die Arbeit von Prof. Dr. Horst Oberquelle von der Hamburger Uni und von Dr. Martin Kindsmüller, Mitarbeiter an der Uni Lübeck.

“Seit Beginn des Jahres 2007 befasse ich mich aufgrund des gewählten Studienschwerpunktes Organisationsbezogene Softwareentwicklung (OSE) und meines beruflichen Engagements als Mitgründer des Internet-Startups INSTANT Communities GmbH intensiv mit dem Themengebiet Online-Communities, einem Teilbereich des Forschungsfeldes computervermittelter Kommunikation (CMC).

Online-Communities sind in den letzten Jahren gesellschaftlich und wirtschaftlich relevant geworden: Der Anteil erwachsener Personen, die in den USA ein Profil in einem Social Network pflegen, vervielfachte sich in den letzten vier Jahren von 5% auf 35% (Pew Internet & American Life Project, 2009). Zeitgleich stieg der Anteil der deutschen Internetnutzer auf 69%, von denen 49% im Jahre 2009 angeben, Mitglied in einem Social Network zu sein (TNS Infratest, 2009; Schlechtriem et. al, 2009, S. 19).

Seit Mai 2008 wirke ich an der Konzeption, Implementierung und Betreuung der Plattform sixgroups.com mit, die einen neuartigen Typus von Online-Community ermöglicht: Nutzer, die dasselbe Online-Angebot aufgrund eines gemeinsamen Interesses konsumieren, einander aber unbekannt und unsichtbar sind, können in eine Online-Community überführt werden. Aufbauend auf einer theoretischen Begründung dieser These und den Analysen von Online-Communities, Kommunikation und Awareness-Unterstützung wird eine den Typus unterstützende Web-Anwendung konzipiert und realisiert. Die Evaluation dieses prototypischen Vetreters stützt die generelle Berechtigung der These, deckt aber auch Nutzungsprobleme in der Praxis auf. In einer Rekonzeption können erste Probleme gelöst sowie die Basis für die zukünftige Weiterentwicklung geschaffen werden.”

Hier kann die Arbeit als pdf gelesen und runtergeladen werden. Kontakt zum Autor gibts auch via Jan *at* milz.org. Wer sich aus soziologischer Perspektive für Online-Communities interessiert, kann da weiterlesen.

Posted by Karoline Frohlinde on April 2nd, 2010 No Comments

“Gesprächskultur 2.0″

Am Mittwoch ist in Berlin die zweite Studie zur Gesprächskultur in Deutschland veröffentlicht worden. Auftraggeber sind Jacobs Krönung und Bild der Frau. (JETZT einmal kurz lachen. Jaja, doch, es stimmt, ich trinke drei Liter Kaffee am Tag und schnacke mit meinen Freundinnen. Und nun Schluß, es wird seriös). Durchgeführt wird die Studie vom Institut für Demoskopie Allensbach unter der Leitung von Frau Prof. Dr. Renate Köcher. Der Berichtsband und eine Zusammenfassung des Allensbacher Instituts können hier heruntergeladen werden.

Die Studie ist bevölkerungsrepräsentativ, bildet also ab, welche Altersgruppen das Internet über welche Kanäle zur Kommunikation nutzen. Derzeit haben rund zwei Drittel aller Deutschen Zugang zum Netz.  42 % der Onliner nutzen das Internet täglich. Die Hälfte der User, die die Internetnutzung habitualisiert haben, sind am Tag eine Stunde oder länger online. Schade finde ich persönlich, dass nur die Nutzung institutionalisierter Kommunikationskanäle (siehe Grafik) untersucht worden ist und somit die “freie Kommunikation” beispielsweise in der Blogossphäre nicht gewichtet werden kann. (weiterlesen…)

Posted by Karoline Frohlinde on März 26th, 2010 No Comments

Open Access Journals

Heute nur ein schicker Link.

Es gibt online einiges, was aus wissenschaftlicher Perpektive interessant ist, sei es um sich auf dem neuesten Stand der eigenen Disziplin zu halten oder um ein paar gute Zitate für die eigene Arbeit zu finden. Unter DOAJ – Directory of Open Access Journals finden sich momentan fast 5000 Zeitschriften aus allen denkbaren Fachbereichen; in nahezu 2000 davon kann nach einzelnen Artikeln gesucht werden.

Vertreten ist zum Beispiel “Kommunikation@Gesellschaft“. Dafür sind Christian Stegbauer, Klaus Schönberger und Jan Schmidt verantwortlich.

Open Access bedeutet freien Zugang zu wissenschaftlicher Literatur und anderen Materialien im Internet. Dokumente, die unter diesem Label veröffentlicht werden, können gelesen, heruntergeladen, gespeichert, verlinkt, gedruckt und generell entgeltfrei genutzt werden. “Darüber hinaus können über Freie Lizenzen den Nutzern weitere Nutzungsrechte eingeräumt werden, welche die freie Nach- und Weiternutzung, Vervielfältigung, Verbreitung oder auch Veränderung der Dokumente ermöglichen können.” (vgl. BOAI; Wikipedia)

Für die Literaturwissenschaftler unter Euch: in Münster wird im November 2010 erstmals Textpraxis, eine  literatur- und kulturwissenschaftliche Publikation, online gehen. Das Projekt wurde in der Graduate School “Practices of Literature” auf den Weg gebracht.

Posted by Karoline Frohlinde on März 26th, 2010 No Comments

Diplomarbeit: “Interaktionsmuster in Open Source Communities: Open Source – eine Alternative zu traditionellen Geschäftsmodellen?”

René Lehnert, Sonntagssoziologe, das Gehirn vom Denkschaufenster und neulich bei uns im Blog im Bloggerview “zu Gast”, stellt online seine Abschlussarbeit unter CC-Lizenz zur Verfügung. René hat an der Universität Duisburg-Essen Sozialwissenschaften studiert. Das Projekt wurde von Lothar Krempel betreut; Zweitgutachter der Arbeit ist Sam Zeini.

Abstract:

“Diese Diplomarbeit geht der Frage nach, welche strukturellen Prinzipien dem Open Source Projekt KDE zugrunde liegen und inwieweit diese auf traditionelle Unternehmensstrukturen übertragbar sind. Im ersten empirischen Teil werden Projektbeteiligungen von Mitgliedern untersucht. Die Ergebnisse untermauern die Annahme einer Reputationsökonomie. Der zweite empirische Teil hebt auf die Strukturen in einer KDE-Mailingliste ab. Im Gegensatz zu traditionellen Unternehmensstrukturen scheint elektronische Kommunikation die realweltliche Organisationshierarchie stärker abzubilden und eine Umkehr klassischer Informationsmacht stattgefunden zu haben. Dabei wird nicht mehr Informationszurückhaltung, sondern breite und häufige Kommunikation vom System belohnt.

Die Mailingliste weist eine relativ stabile Zentrum-Peripherie-Struktur, bei der sich intensive Kommunikation hauptsächlich auf das Zentrum beschränkt. Den Zugang zum Zentrum scheint eine Kleingruppenobergröße zu limitieren. Während in traditionellen Unternehmen meist parallele Zusammenarbeits- und Kommunikationsstrukturen angestrebt werden, wird für Open Source-Projekte die These herausgearbeitet, dass gemeinsame Kommunikation nicht vornehmlich durch Zusammenarbeit, sondern durch eine vorhandene Reputationsökonomie initiiert wird. Dadurch lösen sich für Open Source-Projekte Divergenzprobleme zwischen formaler und informeller Struktur auf.

Desweiteren wird die Kommunikation während zweier zyklischer KDE-Produktionsphasen untersucht, einer eher zentralisierten und einer eher kreativen Phase. Die zentralisierte Produktionsphase führt zu einer stärker zentralisierten Kommunikationsstruktur, die kreative Phase zu einer Verdichtung und Intensivierung von Kommunikation. Dieser Zyklus von Verdichtung und Zerstreuung wiederholt sich während des Beobachtungszeitraumes regelmäßig im Sinne einer von Marcel Mauss (1974) beschriebenen Morphologie des sozialen Raumes. Dies führt zur These, dass Open Source-Projekte im Gegensatz zu traditionellen Unternehmensstrukturen das Grundbedürfnis des Menschen nach Nähe und Ferne strukturell eingewebt haben.”

Hier geht zur Arbeit.

Posted by Karoline Frohlinde on März 24th, 2010 No Comments

Tagungen mit Schwerpunkt Kommunikation

In der letzten Woche hat in Berlin die Tagung “Onlinekommunikation.Trends, Strategien und Werkzeuge digitaler Corporate Communications” stattgefunden (Veranstalter: pressesprecher.com; depak.de). Zum Kreis der illusteren Speaker gehörten unter anderem Sachar Kriwoj, Peter Kruse, der Lobo, Timo Lommatzsch, Schmidt mit dt uundsoweiterundsofort… WEIL das jetzt so erfolgreich war, findet das Ganze am 28. und 29. Oktober noch mal statt. Bei Twitter konnte unter dem hashtag #tok10 ziemlich lustig mitgelesen werden. Es ging auch um Fußball.

Im Juni wird in München der Kongress “Next Generation Communication” stattfinden. Online steht dazu bislang nur die Vorankündigung – mehr Infos und die Anmeldeunterlagen gibts ab Ende April. Der “Diskurs über den geradezu sprunghaften Wandel, der durch die Digitalisierung der Gesellschaft angestoßen wurde, und die Rolle der Informations- und Kommunikationstechnologien als Mittel zur Lösung einiger globaler gesellschaftlicher fundamentaler Probleme” sollen im Fokus stehen. Initiiert wird diese Veranstaltung vom Münchner Kreis, eine gemeinnützige, übernationale Vereinigung an der Nahtstelle von Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Medien. Der Münchner Kreis ist übrigens Mitherausgeber der Internationalen Delphi-Studie 2030 / Zukunft und Zukunftsfähigkeit der Informations- und Kommunikationstechnologie und Medien.

Posted by Karoline Frohlinde on März 23rd, 2010 No Comments

LSP Medienstudie 2010 “Nutzung der Medien: Was verändert sich – was bleibt?”

Die Unternehmensberatung Löwe Schwandt & Partner hat gerade die LSP Medienstudie 2010 vorgelegt. Die Erhebung der Daten erfolgte mittels Triangulation qualitativer und quantitativer Forschungsmethoden, da sich viele Phänomene durch die Nutzung quantitativer Durchschnitsswerte nicht erfassen lassen. Ziel der Studie ist es “Motivationen, Veränderungen, aber auch Muster in der Mediennutzung zu erkennen und daraus abzuleiten, welche Risiken und Chancen sich hieraus für die Medien- und Internetindustrie ergeben”. Spannend finde ich persönlich den Ansatz, nach der psychologischen Entwicklung von Motiven für den Medienkonsum zu fragen. Herbert Peck hat die Kernthesen kurz, knapp und gut zusammengefasst. Die ganze Studie gibt es hier als pdf.

Posted by Karoline Frohlinde on März 21st, 2010 No Comments

Wissenschaftliche Arbeiten: Dissertationen international

In diesem Beitrag findet Ihr Links zu den Dissertationen von Danah Boyd, Mu Hu und Michael DiNicola. Es geht in den Arbeiten um die Social-Network-Nutzung von Teenagern, Einsamkeit und pathologische Internetnutzung. Genaueres könnt Ihr im jeweiligen Abstract nachlesen.

Entschuldigung – es folgt eine Linkschlacht.

Danah Boyd arbeitet für Microsoft Research New England und ist Fellow am Berkman Center for Internet and Society, Harvard und an der Annenberg School for Communication & Journalism. Sie hat an der School of Information (iSchool) in Berkeley promoviert.

Die Chinesin Mu Hu ist Assistant Professor am Department of Communication des West Virginia Wesleyan College; sie hat an der Ohio State University an der School of Communication promoviert, wo sie gegenwärtig am Forschungsprojekt “Loss oder Merging of Self” mitarbeitet.

Michael Di Nicola ist ebenfalls Absolvent der Ohio State, hat aber am College of Education and Human Ecology im Rahmen des Programms “Counselor Education” promoviert.

(weiterlesen…)

Posted by Karoline Frohlinde on März 17th, 2010 No Comments

WWU – Kostenloses E-Book Internetrecht

Thomas Hören ist Professor am Institut für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht der Uni Münster.

Mir ein paar anderen Experten aktualisiert er jedes Jahr die Veröffentlichung “Internetrecht”. Warum steht das online und wieso ist es umsonst? Es folgt ein Stück Vorwort:

“Es gilt zu beachten, dass das Internet eine Dynamik hat, die die klassischen Buchverleger überfordert. Viele der in einem Buch getroffenen Aussagen sind gerade wegen des buchspezifischen Time Lag schon im Zeitpunkt des Erscheinens überholt. [...] Galten sie [Bücher] früher als Medium für die schnelle Information, sind sie heute Archive. Es wird ein bestimmter historisch wichtiger Zeitpunkt der Diskussion für alle Zeiten festgehalten. Für eine zeitnah-aktuelle Information ist das Buch jedoch kaum noch geeignet. Wer also halbwegs up to date bleiben will, muss auch im Internet publizieren und lesen.”

Recht hat Herr Hören. Im Buch geht es um Domains, Inhalte, Werbung und Marketing, Datenschutz und E-Commerce.

Hier das Script Internetrecht als pdf.

Posted by Karoline Frohlinde on März 11th, 2010 No Comments

Magisterarbeit: Veränderungen von Freundschaftsbeziehungen durch Social Network Sites am Beispiel von Myspace

Robert Bauer hat am Institut für Kommunikationswissenschaft in Münster studiert. Diese Arbeit ist unter der Betreuung von  Prof. Dr. Christoph Neuberger entstanden.

“A place for friends: Die Tatsache, dass sich dieser Ort weder an einer Straßenecke, noch in einem Cafe oder einer sonstigen Lokalität der physikalischen Welt befindet, sondern vielmehr jederzeit von jedem internetfähigen Computer unter der Adresse www.myspace.com zu erreichen ist, liefert einen eindeutigen Hinweis auf das Ausmaß, in welchem sich Freundschaftsbeziehungen durch das Phänomen der Social Network Sites verändert haben. Das Angebot MySpace ist indes nur eines der derzeit populärsten seiner Art. Viele Millionen Deutsche loggen sich täglich auf Social Network Sites ein um dort, wie der Name bereits impliziert, ihre sozialen Netzwerke zu pflegen.

Die vorliegende Arbeit geht der Frage nach, welche konkrete Veränderung die Nutzung des Angebots MySpace in den alltäglichen Freundschaftsbeziehungen seiner Mitglieder bewirkt: Wie verändert sich die Stärke verschiedener Beziehungen? Wie die Kontakthäufigkeit? Für welche Beziehungen ist MySpace besonders relevant? Und warum? Schließlich: Welchen emotionalen und welchen funktionalen Nutzen schöpfen die Mitglieder aus dem Angebot? Und warum nutzen sie MySpace überhaupt zur Kommunikation? Zur Beantwortung dieser Fragen erfolgt zunächst eine  usführliche soziologisch- psychologische Erörterung des Freundschaftsbegriffes sowie eine Betrachtung der für dieses Phänomen relevanten kommunikationstechnologischen Aspekte. Ausgehend von Leitfadeninterviews   werden anschließend in einer qualitativen Inhaltsanalyse typische Muster der Veränderung von Freundschaftsbeziehungen durch die Nutzung der Social Network Site MySpace erarbeitet.”

Die Arbeit steht hier als PDF zum Download bereit. Bei Interesse vermitteln wir gerne Kontakt zu Robert Bauer.

Posted by Karoline Frohlinde on Februar 26th, 2010 No Comments