Ich will eigentlich schon seit Jahren einen Aufkleber an meinem Briefkasten anbringen, „Bitte keine Werbung einwerfen“, aber zu oft erwische ich mich dabei, dass ich doch ganz gerne mal in den zumeist überflüssigen, auf die allgemeine Hausfrau zugeschnittenen Werbeblättchen blättere. Und ab und an kommt sogar mal ein Flyer ins Haus der größeres Interesse weckt. So geschehen in der vergangenen Woche mit einem Flyer der Internet Seite „Heccon.de“. Noch nie von gehört? Ich auch nicht, aber unter dem Logo stehend sprang mich dann plötzlich der Satz: „Marktplatz für Wissen“, an.
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Chancen für die Bildung durch das Web 2.0 und speziell durch Weblogs?!
Strukturwandel der Bildung
Das Web 2.0 steht für Aktivität und Aktionismus wie kaum ein anderes Medium im Bereich der Informationsbeschaffung und -verbreitung. War das „alte“ Web 1.0 noch ein eher passives Verbreitungsmedium, bei dem Medienkonsum anstelle von Medienproduktion und Lesen anstatt Schreiben im Vordergrund stand, so ist dies im heutigen Web 2.0 – Zeitalter völlig anders.
Das Web 2.0 ist eine Art „social Web“, wo der User vom Einzelgänger zum Teamplayer avanciert oder auch vom Schüler zum Lehrer. Es gibt nicht nur anonyme Surfer und Konsumenten, sondern auch Publizisten und Produzenten, und das sowohl bei Blogs, Wikis, Podcasts oder Videos. Ein „Mitmach-Web“ ist entstanden, welches die Menschen immer mehr miteinander vernetzt und in verschiedene Rollen schlüpfen lässt. Mal ist man Autor, mal Regisseur, mal Darsteller und mal Leser … diese Pluralität von Rollen macht das Web 2.0 so geheimnisvoll und anziehend. Diese Fortschritte und Weiterentwicklungen im Bereich des Internet, sind von immenser Bedeutung für die heutige Informations- und Wissensgesellschaft, ihr Veränderungspotenzial ist mit der Erfindung des Buchdrucks von Gutenberg vergleichbar.
Internetnutzung deutscher Heranwachsender
Es erstaunt einen doch immer wieder wie rasant sich das Internet in den letzten Jahren entwickelt hat, denn es hat sich erfolgreich in unseren Alltag integriert und spielt in nahezu allen Lebensbereichen (Beruf, Freizeit, Freundschafts-/ Liebesbeziehungen usw.) eine kaum mehr wegzudenkende Rolle. Welches Ausmaß diese erfolgreiche Etablierung hat, lässt sich durch Zahlen veranschaulichen, die sich auf die deutschen Internetnutzer beziehen, die in den letzten Jahren einen eindeutigen Zuwachs zu verzeichnen haben.
Deutlich wird dieser Anstieg z. B. durch die relativ bekannte ARD/ZDF-Onlinestudie, die zwischen 1998 bis 2006 erhoben wurde. Im Jahr 1997 waren noch 6,5 % aller Deutschen im Netz, also 4,1 Millionen Menschen. Drei Jahre später stieg der Prozentsatz auf 28,6 % und im Jahr 2006 auf 59,5 % (38,6 Millionen).
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Warum bin ich hier eigentlich noch drin? Der Klebeeffekt bei Internetcommunitys
Warum bin ich hier eigentlich noch drin? Der Klebeeffekt bei Internetcommunitys
Selbstdarstellung, Freunde sammeln wie Pilze im Wald und „netzwerken“ was das Zeug hält. Längst folgen hundertausende von Usern in Deutschland als Mitglieder der Communitys XING oder dem StudiVz diesem Web-Trend, stets in der Hoffnung auf einen Job, auf Anerkennung durch neue Freunde oder auf einen Flirt. Um im Wettbewerb der Inszenierungen zu punkten, wird das eigene Leben aufbereitet, neue Identitäten bilden sich aus. Doch wie verläuft eigentlich der Weg in die Communitys? Und halten sie das, was sie versprechen? In dem Artikel „Willst du mein Kontakt sein?“ unterzog sich die ZEIT-Journalistin Anne Kunze einem Selbstversuch und wurde mit zwei erfundenen Identitäten Mitglied der Businessplattform XING. Sie schildert in diesem Bericht ihre Erfahrungen. Wie Kontakte entstehen, die ersten privaten Einladungen folgen, dass wie im wahren Leben „viel Baggern aber auch ein bisschen Business stattfindet“ und sie sich irgendwann die Frage stellt – die erhofften Joabangebote bleiben fern – ob es nicht Zeit ist, endlich aus dem Netzwerk auszutreten, doch sie bleibt.





