Bloggerview #5: Bastian Greshake – Gedankenstuecke

Mrz 22 2010 Published by under Bloggerview, WWU Blogs

Dieses Mal haben wir Bastian Greshake, den Blogger hinter Gedankenstücke und Bierologie und seit einem Jahr Pirat, zum Seelenstriptease gezwungen. Bastian ist aktueller Kandidat mit Listenplatz auf der Landesliste NRW der Piratenpartei – die Landtagswahl 2010 ruft.

Ahoi! Wer bist Du “in echt” und wie heißt Du im Netz?

Mein «bürgerlicher» Name ist Bastian Greshake. Online bin ich eigentlich recht konsequent unter dem Nickname «gedankenstuecke» bekannt. Mit Umlauten hat es das Internet ja nicht so, daher auch das ue. Mittlerweile kommt es aber auch häufig vor, dass ich außerhalb des Internets mit meinem Nicknamen angesprochen werde. [oha, dementsprechend dürfte es nur eine Frage der Zeit sein bis Thies und ich unisono mit InGe angesprochen werden]

Wie alt bist Du und was machst Du beruflich?

Geboren im Jahr 1985 und damit mittlerweile über ein Vierteljahrhundert alt. Ich studiere noch an der Universität Münster im Studiengang Biowissenschaften und bin ganz optimistisch den Studiengang dieses Jahr abschliessen zu können.

Wie heißt Dein Blog und seit wann existiert es?

Mein Blog heisst so wie ich. Oder eigentlich ist es andersrum. Also gedankenstuecke. Das Blog war zuerst da. Die Verwendung als Nickname kam erst später für diverse Social Networks. Angefangen habe ich Ende 2005.

Mit welchen Themen beschäftigst Du Dich in Deinem Blog?

So wirklich straight kann man das Blog glaube ich in keine Kategorie einordnen. Ich blogge halt über mein Leben. Dabei hat sich der Fokus im Laufe der Zeit stark verschoben. Angefangen habe ich damit einfach über kleine Anekdoten und Episoden aus meinem Leben zu berichten. Als ich dann die Fotografie für mich entdeckt habe ging es auch viel um das Thema. Zwischendurch wurde es auch mal wissenschaftslastig. Das habe ich allerdings recht schnell auf ein eigenes Blog ausgelagert, da die Wissenschaft zwar Teil meines Lebens ist, aber es nicht zwingend etwas mit mir als Person zu tun hat.

Seit ich der Piratenpartei beigetreten bin hat sich der Fokus erneut verschoben und es geht viel um politische und innerparteiliche Themen. Das ist auf der einen Seite schade, weil so viele andere Dinge in den Hintergrund treten. Trifft aber auf der anderen Seite auch ganz gut die Realität, da ich eigentlich meine gesamte Freizeit in die politische Arbeit stecke. Darunter leidet allerdings auch die Zeit um überhaupt etwas zu bloggen.

Was war die Inititialzündung für Dich um mit dem Schreiben eines Blog zu beginnen bzw. überhaupt virtuell aktiv zu werden?

Eine Mischung aus Neugier und Langeweile. Wenn man keine Beschäftigung hat kann der Tag ganz schön lang werden und 2005 kamen Blogs so langsam etwas mehr im Mainstream an. Ich fand es spannend zu sehen was andere Leute schreiben und wollte mich einfach selbst daran versuchen. Irgendwie bin ich dann am Ball geblieben. Mal mehr und mal weniger aktiv.

Aus welchen Gründen hat sich das Bloggen bei Dir zu einer regelmäßigen Tätigkeit entwickelt?

Eine schwierige Frage. Ich hab bislang einfach keinen Grund gesehen aufzuhören. Ich mag es zu schreiben und ich mag es mich in der Form mitzuteilen. Es ist das «wohlig warme Gefühl», wenn sich Leute die Mühe machen die Inhalte zu lesen, zu kommentieren und kritisieren.

Erster Kontakt mit dem Internet?

Vor gefühlten Urzeiten. Mit einem 56k-Modem über Compuserve. Eigentlich total grausig. Es waren sowieso kaum Leute im Netz, es gab kaum spannende Inhalte und es dauerte ewig bis das bisschen Inhalt der vorhanden war geladen wurde. Losgelassen hat es mich dann trotzdem nicht mehr. Dafür habe ich zu viele spannende Menschen kennengelernt. Außerdem konnte man damals schon super um Hilfe bei den Hausaufgaben fragen.

Welche Social Networking Tools nutzt Du regelmäßig?

Ich bin zwar in jeder Menge Social Networks angemeldet und habe da auch Accounts. Wirklich aktiv nutze ich aber eigentlich nur Twitter und Dopplr. Twitter ist für mich ein spannendes und nützliches Tool. Es stellt für mich eine abstruse Mischung aus Microblogging (daher ist auch meine Blogfrequenz deutlich gesunken), News-Aggregator und Chat dar. Zum einen bekomme ich auch unterwegs Neuigkeiten von Freunden und Dingen die in meiner Umgebung sind so mit. Darüber hinaus kann man auch in 140 Zeichen ganz nette Pointen verpacken.

Welche Bedeutung hat das Internet für Dich im Alltag und im Studium?
Das Internet ist nicht fester Bestandteil meines Alltags. Das Internet ist mein Alltag. Den Großteil meines Tages verbringe ich vernetzt. Egal ob zuhause, in der Uni oder auch unterwegs. Aus dem Studium lässt sich das Netz nicht mehr wegdenken und gehört genauso wie die Laborarbeit dazu. Und ich bin auch sehr froh darüber, dass es so ist. Die Kommunikationsmöglichkeiten erleichtern mir das Studium und den Alltag an vielen Stellen extrem. Vor allem die Chancen der Online-Kollaboration bieten nicht nur in der Parteiarbeit Vorteile und Möglichkeiten, die es vor ein paar Jahren noch gar nicht gab.

Nimmst Du Virtualität als Teil Deiner sozialen Realität und der Wirklichkeit wahr?

Das Netz ist für mich Teil meines Lebens geworden. Ich pflege damit meine sozialen Kontakte, arbeite vernetzt durch ganz Europa gemeinsam mit anderen Menschen. Das Netz ist Teil von mir geworden. Und ich bin Teil des Netzes geworden.

Lieblingsblogs/Sites?

Immer gern gelesen: Nerdcore, Spreeblick, xkcd, spitblog, phd comics, pharyngula, weitergen. In keiner besonderen Reihenfolge. ;)

Wo findet man Dich online?

twitter: www.twitter.com/gedankenstuecke
formspring: www.formspring.com/gedankenstuecke
Wissenschaftsblog Bierologie: http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/bierologie

Danke!!

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