Heute, am letzten Termin dieser Vortragsreihe, referiert Frau Kathrin Kissau vom Institut für Politikwissenschaft der Universität Münster zur Gemeinschaftsbildung ethnischer Minderheiten in Deutschland im Netz unter besonderer Berücksichtignung von türkischen und russischen Entitäten. Interdisziplinär wird die Bildung von sozialen Systemen unter politischen und ethnischen Aspekten und im Hinblick auf ihre Funktionsleistung untersucht. Weiterlesen… »
Dass sich soziale Beziehungen in der realen und in der virtuellen Welt durchaus unterschiedlich gestalten, ist bekannt. Tritt man in der Realwelt in einem face to face-Kontakt mit seiner wirklichen, physischen Erscheinung auf, so lässt das Internet Raum und Möglichkeit in eine neue und vermeintlich bessere oder eine andere Identität zu schlüpfen. Dieser Unterschied kostete in Missouri, USA, einer 13jährigen das Leben. Erst ein Jahr später berichtete die regionale Tageszeitung von dem tragischen Vorfall. Die Leserschaft des Blattes zeigte sich entrüstet und tief betroffen, denn ohnmächtig scheint man negativen Machenschaften übers Internet ausgeliefert zu sein. Diskussionen entbrannten über die Notwendigkeit einer stärkeren Überwachung des Netzes und Möglichkeiten juristischer Ahnung.
Das Online-Magazin “Iley” hat zur Vorlesungsreihe ein eigenes Dossier “Internet und Gesellschaft” eingerichtet. Bis jetzt sind zwei Artikel von Sarah Khalil erschienen: “Internet und Schule: Surfen will gerlernt sein” und “Internet und Wirtschaft: Macht und Moneten”. Weitere Artikel folgen …
„Cybermobbing“ im Schüler VZ – ein altes Phänomen in neuem Medium oder erhält Mobbing im Web2.0 wirklich neue Dimensionen?
Jeder kennt das Phänomen, dass es in praktisch jeder Schulklasse einen, oder ein paar, Außenseiter gibt. In der Regel werden diese Tag für Tag von einzelnen Klassenkameraden gehänselt, verarscht, gedemütigt und in besonders schlimmen Fällen auch körperlich drangsaliert. Der Großteil der Mitschüler bleibt still und schaut zu, lacht mit, oder beteiligt sich sogar an den Späßen auf Kosten des Opfers. Wehren können sich die Betroffenen in der Regel selber nicht, sonst wären sie ja nicht in der Opferrolle. Viel machen kann man als Betroffenener da nicht, aber immerhin gibt es in der Schule Lehrer, an die man sich, mit unterschiedlichen Erfolgsaussichten, hilfesuchend wenden kann.
Am kommenden Mittwoch, den 23.01.2008, begrüßen wir herzlich Dr. Uwe Bittlingmayer von der Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universiät Bielefeld in Münster. Der Referent wird in seinemVortrag die Zeitdiagnose Wissensgesellschaft analysieren und in diesem Zuge reale Wandlungen in den westlichen Industriegesellschaften von Fiktionen und unterstellten Wandlungsprozessen zu unterscheiden. Außerdem wird untersuchtwerden, inwieweit diese Zeitdiagnose mit Formen sozialer Herrschaft verbunden ist. Weiterlesen… »
Seit der Niederschlagung der Proteste gegen das Militärregime in Burma im September 2007 kommen kaum Informationen aus dem Land, da das Internet größtenteils abgeschaltet wurde. Diese vom Staat verhängte Sperre wirkt sich negativ für die Bevölkerung aus, da diese keine Möglichkeit mehr hat eine Berichterstattung zu liefern, die nicht vom Staat aufdiktiert ist. Die meisten Internetbenutzer waren auch vorher schon im „Myanmar-Netz“ eingeschlossen, jedoch hatten einige einen Weg gefunden die Zensur zu umgehen. Es gelangten Informationen und Fotos der Protestniederschlagung ins Ausland und somit in die Weltöffentlichkeit.
In der achten Folge erläutert Tina Guenther (sozlog.de) in ihrem Vortrag “Wissensspeicher Internet - Web 2.0 als globale Wissenswelt und kollektiver Wissensvorrat”, wie sich das Wissen im Internet und vorallem der Umgang damit in Zeiten des “Web 2.0″ verändert hat.
In der kommenden Woche verschiebt sich der Termin des Vortrags unglücklicherweise vom Mittwoch auf Dienstag, den 15.01.2008 und wird auch nicht wie gewohnt im SCH2, sondern im SCH5 in der Scharnhorststr. 121 im Institut für Soziologie stattfinden! Als Referenten begrüßen wir herzlich Herrn Prof. Dr. Hans-Jürgen Krysmanski vom Institut für Soziologie der Universität Münster. Der Emeriti wird in seinem Beitrag der Frage nachgehen, wie das Internet zur gesellschaftlichen Weiterentwicklung beigetragen hat und noch beitragen kann. Der Schwerpunkt liegt deshalb auf entsprechenden sozialen Experimenten, Kooperativen, Netzwerken und Initiativen.



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