Am Mittwoch, den 5.12.2007, referiert Dr. Katy Teubener vom Institut für Soziologie der WWU zum Thema Arbeit im Internet und der sich daraus ergebende Relevanz der angemessenen Selbstdarstellung auf verschiedensten Plattform. Neben der Bedeutung von Plattformen wie Studi VZ und XING untersucht Frau Teubener ausserdem Methoden des E-Recruiting unter dem Aspekt der Nachaltigkeit.
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Der Vortrag:
Arbeitsmarkt 2.0 – Strategien der Selbstdarstellung im Netz
Der Vortrag will einen Überblick geben über die Möglichkeiten des Internet zur beruflichen Selbstdarstellung - und zwar mit Blick auf aktuelle Entwicklungen und Trends auf dem Arbeitsmarkt.
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Die Referentin:
Dr. Katy Teubener ist Lehrkraft für besondere Aufgaben am Institut für Soziologie der WWU Münster. Ihre Arbeitsgebiete umfassen sowohl Öffentlichkeit und Neue Medien als auch die Zukunft von Bildung und Arbeit und die Zivilgesellschaft. Zur Zeit beschäftigt sie sich hauptsächlich mit der Entwicklung interdisziplinärer Blended Learning-Seminare zu Themen, die mit Blick auf die Erfordernisse des globalisierten Arbeitsmarktes von zentraler Bedeutung sind, wie zum Beispiel Networking, interkulturelle Kommunikation und Selbstdarstellung im Netz.
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Dr. Katy Teubener im Interview:
Welche gesellschaftlichen Auswirkungen hat das Internet Ihrer Meinung nach? Welche Bedeutung das Internet allgemein für die gesellschaftlice Entwicklung?
2006 wählte das US-amerikanische Nachrichtenmagazin Time uns alle, die wir das Internet nutzen und durch selbst produzierte Inhalte maßgeblich weiterentwickeln, zur “Person des Jahres”. “Millionen Gehirne, die andernfalls im Dunkel geblieben wären, nehmen jetzt an der globalen Ökonomie des Geistes teil,” so das Magazin in der offiziellen Begründung seiner eher ungewöhnlichen Entscheidung.
Als Königsdisziplin der „neuen digitalen Demokratie” gilt vielen das Bloggen. Blogs, die sich explizit als Alternative zur öffentlichen bzw. herrschenden Meinung verstehen und in dieser Funktion mittlerweile einen ernstzunehmenden Machtfaktor darstellen, lassen jedoch mitunter übersehen, dass persönliche Websites nur in den seltensten Fällen gesellschaftspolitischen Zielen unterliegen. Charakteristisch für den Eigensinn des Internet sind vielmehr die in virtuellen Nischen gelebten Bedürfnissen unzähliger sog. Katzenblogger, die rein private Inhalte ins Netz stellen und kaum Leser haben. Diese im Verwertungssinn angeblich wertlose Netztätigkeit wird nach wie vor massiv ausgegrenzt und unterdrückt.
Doch auch wenn „Katzenblogs” von der Mehrheit der Internet-Nutzenden kaum mehr ernten als ein müdes Lächeln und nur allzu häufig als Datenmüll betrachtet werden, der entsorgt gehört, so beweisen sie doch, dass bislang allenfalls in der Privatsphäre geduldeter, dass heißt in den Untergrund der Geschichte verbannter Eigensinn mit Etablierung der neuen Medien immer stärker an die (Benutzer)Oberfläche drängt.
Dass auch und vor allem Betreiber ‚schrottiger’, das heißt quer zum Kapitalverwertungsinteresse stehender Websites zur Schaffung alternativer Öffentlichkeiten beitragen, in denen sich gesellschaftliche Erfahrung emanzipatorisch organisieren kann, wird leider nur allzu häufig verkannt.
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Webtipp:
VisualComplexity - Beeindruckende Sammlung von derzeit 500 Projekten, die sich der visuellen Darstellung komplexer Netzwerke widmen.
Zur Vorbereitung:
Die Referentin empfiehlt den Besuch der Website des von ihr geleiteten Seminars Wieviel Medienkompetenz braucht der Mensch? Strategien der Selbstdarstellung im Netz im Sommersemester 2007.
















November 28th, 2007 at 21:06
Wo ist eigentlich der Bindestrich zwischen Internet und Gesellschaft?
Grüße: Fritz
November 28th, 2007 at 22:46
Hier werden ja Kommentare gelöscht… das ist nicht gerade sehr “open source”
November 29th, 2007 at 20:36
Hi! Kommentare werden nicht gelöscht, sondern moderiert. Wenn ein Kommentar nicht sofort erscheint, dann liegt er noch bei den Admins zur Freischaltung. Ohne diese Funktion würde zuviel SPAM in den Kommentaren auftauchen.
November 30th, 2007 at 16:43
Danke für die Information!